Geschichte

Geschichte der Stadtkirche

Die „Wiege der Pforzheimer Stadtkirche“ war das Dominikanerkloster von 1279 am Schulplatz, da, wo heute die Alfons-Kern-Schule steht. Als Markgraf Karl II. im Jahr 1556 in Pforzheim die Reformation einführen ließ, wurde das Dominikanerkloster aufgehoben und die Klosterkirche St. Stephan zur zentralen evangelischen Stadtkirche umgewidmet. Die eingebürgerte Bezeichnung „Predigerkirche“ wurde beibehalten.

Verheerende Brände und Kriegsfolgen legten die gotische Hallenkirche mehrmals in Schutt und Asche, am 18. Mai 1789 endgültig. 100 Jahre dauerte es, die mit Planungen, Umplanungen, jahrelangen Denkpausen und schließlich dem Standortwechsel zum Lindenplatz zwischen Nagold und Enz hingingen, bis 1899 die zweite Evan-gelische Stadtkirche in neugotischem Stil eingeweiht werden konnte. Mit ihrem 80 Meter hohen Turm wurde sie zum Wahrzeichen Pforzheims und sollte doch nicht einmal 50 Jahre alt werden. Sie fiel bereits im April 1944 und am 23. Februar 1945 endgültig den Bomben des Zweiten Weltkriegs zum Opfer.

Die heutige dritte Stadtkirche, in vierjähriger Bauzeit an derselben Stelle wieder erbaut, als Gemeindekirche und als großer kirchenmusikalischer Konzertraum konzipiert und mit frei stehendem Campanile wieder das Wahrzeichen der Stadt, wurde am 21. April 1968 ihrer Bestimmung übergeben.
Viel ist nicht übrig geblieben von der zweiten Stadtkirche: ein wenig zerbeultes Abendmahlsgerät, der Grundstein, der Taufstein (heute in der Werktagskirche), ein paar Sandsteinblöcke in der Fassade und der Tympanon mit der Jesusfigur aus dem ehemaligen Nartex, der heute das Atrium der  Stadtkirche schmückt.