Archiv der Kategorie: Musik an der Stadtkirche

Sanierung der großen Steinmeyer Orgel

Die Sanierung unserer Orgel schreitet voran! Am 22. September konnten wir den Orgelbauer und das Konzept der Firma Freiburger Orgelbau öffentlich vorstellen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Die Orgel ist klanglicher Mittelpunkt des Kirchenraumes, unentbehrlich für unsere Gemeinde, Chor- und Instrumentalensembles. Das gesamte Pfeifenwerk muss ausgebaut und gereinigt werden, um eine zeitgemäße klangliche Optimierung zu erreichen. Derzeit rechnen wir damit, dass die Sanierungsarbeiten etwa 520.000€ kosten. Unsere Eigenbeteilung beträgt etwa 180.000€.

Mit unserem Pfeifenpatenschafts-Projekt können auch Sie helfen, unsere Orgel wieder fit zu machen. Im Download unten finden Sie einen Detailplan, den wir gern persönlich erläutern. Nach jedem Gottesdienst stehen wir dafür zur Verfügung, treffen uns aber auch gern nach Absprache mit Ihnen.

Unsere Bankverbindungen:

Freundeskreis für Kirchenmusik an der Stadtkirche Pforzheim e.V.
Sparkasse Pforzheim-Calw
IBAN: DE81 6665 0085 0000 7320 60
Kennwort: „Orgel“

oder
Evang. Stadtkirchengemeinde Pforzheim
Volksbank Pforzheim
IBAN: DE18 6669 0000 5300 3109 04
Kennwort: „Orgel“

 

 

Kantatengottesdienst mit Abendmahl an Karfreitag , 30. 3. 2018 um 10 Uhr in der Stadtkirche

Predigt: Hans Gölz-Eisinger
Musik
: Oratorienchor, Jugendkantorei, Bachorchester
Leitung: Heike Hastedt
Orgel: Kord Michaelis

Karfreitag – Liedblatt

Predigt über Hebr. 9,15.26b-28

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen

I.

Hoffnung?

Hoffnung ist keine mehr da – am Freitagabend kurz vor Sonnenuntergang, kurz bevor der Shabbat beginnt. Kantatengottesdienst mit Abendmahl an Karfreitag , 30. 3. 2018 um 10 Uhr in der Stadtkirche weiterlesen

Kantatengottesdienst mit Abendmahl am Sonntag Sexagesime , 4. 2. 2018 um 10 Uhr in der Stadtkirche

Predigt: Hans Gölz-Eisinger
Musik: Motettenchor, Projektkantorei, Bachorchester Pforzheim
Sopran: Angelika Lenter
Leitung: Kord Michaelis
Orgel: Heike Hastedt

Sexagesimae 2. Kor. 12,1-10 Liedblatt

Predigt über 2. Kor. 12,1-10

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen

Liebe Gemeinde,

heute werden wir vom Apostel Paulus mitgenommen in die wichtigste Erfahrung seines Lebens. Er berichtete (sc. der Gemeinde in Korinth) zuerst, wieviel er durchgemacht und gelitten habe auf seinem Missionsweg. Dann kam er zu seiner Hoffnung, ja zum Grund seines Glaubens. Und das beschrieb er so:

1 Ihr drängt ja mich dazu, dass ich auch von meinem Glück und meinem Erfolg rede. Zwar hat niemand einen Nutzen davon;
trotzdem will ich jetzt von den
Visionen und Offenbarungen sprechen, die vom Herrn selbst kommen. Kantatengottesdienst mit Abendmahl am Sonntag Sexagesime , 4. 2. 2018 um 10 Uhr in der Stadtkirche weiterlesen

Konzert 25./26. NOV ’17: Johannes Brahms, Vier ernste Gesänge und Ein deutsches Requiem

Seit Bachs h-Moll Messe und Beethovens Missa solemnis ist nichts geschrieben worden, was auf diesem Gebiete sich neben Brahms´ Deutsches Requiem zu stellen vermag!“ So urteilt der Wiener Musikkritiker Eduard Hanslik über die Uraufführung des neuen Werkes am Karfreitag des Jahres 1868 im Dom zu Bremen. Dieses erste Urteil ist nie in Frage gestellt worden. Konzert 25./26. NOV ’17: Johannes Brahms, Vier ernste Gesänge und Ein deutsches Requiem weiterlesen

Jubiläumskonzert „50 Jahre Bachorchester“

Die Reformationssinfonie von Felix Mendelssohn Bartholdy steht am 31. Oktober 2017 auf dem Programm des erweiterten Bachorchesters. Mendelssohn schrieb dieses Werk als 20- Jähriger zum 300. Jubiläum der „Confessio Augustana“ im Jahr 1830. Anders als Bach hätte Mendelssohn dieses Werk „am liebsten nie aus dem Gefängnis seines Notenschranks entwischen lassen.“ Das Werk erscheint auch erst mehr als 20 Jahre nach Mendelssohns Tod im Druck und wird als Nummer 5 seiner Sinfonien geführt. Man fragt sich, warum dieses Werk den Weg in die große Musikliteratur geschafft hat, wenn der Komponist doch so gar nicht überzeugt war? Heute weiß man, das es ein anderer Umstand war, der den Komponisten so mißgelaunt machte: Mendelssohn hatte vor, sich im Rahmen der Festlichkeiten anlässlich der „300 Jahre Confessio Augustana“ als junger Komponist im Berlin der damaligen Zeit einen Namen zu machen, der ihm in Folge zu größerem Respekt verhelfen sollte. Die Konzeption einer Sinfonie mit kirchlichem Thema für den Konzertsaal erschien ihm genialer Gedanke und setzte die großen Hoffnungen eines 20-Jährigen hinein. In den Wirren der Französischen Revolution im Juli des Jahres verstrich das Jubiläum jedoch ungefeiert und die Sinfonie war zunächst einmal umsonst geschrieben. Somit kann in der Erinnerung eines Mendelssohn die Sinfonie zunächst nur negativ in Erinnerung bleiben. Die Geschichte hat uns anderes gelehrt. Heute erweist sich der Gedanke das theologische Thema mit dem Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ in den Konzertsaal zu bringen als weise Entscheidung.

Die Sinfonie ist beispielhaft für das persönliche Credo Mendelssohns, aber auch einer ganzen humanistisch geprägten Gesellschaft. Seine kompositorischen Mittel setzt Mendelssohn punktgenau ein: er schafft eine unübertroffene sakrale Stimmung zu Beginn, bindet liturgisch-melodischer Formeln ein und misst dem Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“, die Hauptrolle zu, die sein Credo in hymnischen Zügen feiert. Als zweites Hauptwerk erklingt an diesem Abend das Violinkonzert in A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Solistin ist Hanlin Liang.

Johann Sebastian Bach: Messe in h-Moll

Mit der Aufführung der H-Moll Messe von Johann Sebastian Bach am 29. Oktober 2017 hören wir Bachs Credo, das er in seiner letzten Lebensphase zusammen fasste. Kompositorisch ist jede einzelne Note in diesem Gesamtwerk wohl gesetzt, überlegt, hat ihren eigenen Platz und ihre Bedeutung bekommen. Jeder einzelne Zusammenhang theologischer und kompositorischer Art fußt auf den Erfahrungen eines zeitlosen musikalischen Genies. Bei der näheren Beschäftigung mit diesem Werk, entdeckt man überall Bachs Antworten auf die Frage „Was glaubst Du?“ und man lässt sich begeistert dazu hinreissen, Bachs Antworten zu folgen, weil sie klug und schlüssig sind und so atemberaubend schön klingen.
Bei der Auswahl der einzelnen Sätze wählt Bach eines seiner frühen Stücke als Grundstein aus, der symbolträchtiger nicht sein könnte: das „Sanctus“. Es ist ein großartiges Abbild der damals allgemein bekannten und seit dem 4. Jahrhundert verbreiteten „Engelsordnungen“, die in verschiedenen Hierarchien dafür Sorge tragen, dass der Kontakt des Menschen zu seinem Gott gut geregelt ist und ungestört verlaufen kann. Welch großartige Grundidee, die der junge Bach in kompositorisch ausgefeilter Form dort in Klang umsetzt! Musik als Abbild des Himmlischen wird uns auch in der Einführungsveranstaltung zur H-Moll Messe am Sonntag, 29. Oktober, um 11.30 Uhr in der Stadtkirche beschäftigen.