Archiv der Kategorie: Aktuell

Konzert 25./26. NOV ’17: Johannes Brahms, Vier ernste Gesänge und Ein deutsches Requiem

Seit Bachs h-Moll Messe und Beethovens Missa solemnis ist nichts geschrieben worden, was auf diesem Gebiete sich neben Brahms´ Deutsches Requiem zu stellen vermag!“ So urteilt der Wiener Musikkritiker Eduard Hanslik über die Uraufführung des neuen Werkes am Karfreitag des Jahres 1868 im Dom zu Bremen. Dieses erste Urteil ist nie in Frage gestellt worden. Konzert 25./26. NOV ’17: Johannes Brahms, Vier ernste Gesänge und Ein deutsches Requiem weiterlesen

Jubiläumskonzert „50 Jahre Bachorchester“

Die Reformationssinfonie von Felix Mendelssohn Bartholdy steht am 31. Oktober 2017 auf dem Programm des erweiterten Bachorchesters. Mendelssohn schrieb dieses Werk als 20- Jähriger zum 300. Jubiläum der „Confessio Augustana“ im Jahr 1830. Anders als Bach hätte Mendelssohn dieses Werk „am liebsten nie aus dem Gefängnis seines Notenschranks entwischen lassen.“ Das Werk erscheint auch erst mehr als 20 Jahre nach Mendelssohns Tod im Druck und wird als Nummer 5 seiner Sinfonien geführt. Man fragt sich, warum dieses Werk den Weg in die große Musikliteratur geschafft hat, wenn der Komponist doch so gar nicht überzeugt war? Heute weiß man, das es ein anderer Umstand war, der den Komponisten so mißgelaunt machte: Mendelssohn hatte vor, sich im Rahmen der Festlichkeiten anlässlich der „300 Jahre Confessio Augustana“ als junger Komponist im Berlin der damaligen Zeit einen Namen zu machen, der ihm in Folge zu größerem Respekt verhelfen sollte. Die Konzeption einer Sinfonie mit kirchlichem Thema für den Konzertsaal erschien ihm genialer Gedanke und setzte die großen Hoffnungen eines 20-Jährigen hinein. In den Wirren der Französischen Revolution im Juli des Jahres verstrich das Jubiläum jedoch ungefeiert und die Sinfonie war zunächst einmal umsonst geschrieben. Somit kann in der Erinnerung eines Mendelssohn die Sinfonie zunächst nur negativ in Erinnerung bleiben. Die Geschichte hat uns anderes gelehrt. Heute erweist sich der Gedanke das theologische Thema mit dem Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ in den Konzertsaal zu bringen als weise Entscheidung.

Die Sinfonie ist beispielhaft für das persönliche Credo Mendelssohns, aber auch einer ganzen humanistisch geprägten Gesellschaft. Seine kompositorischen Mittel setzt Mendelssohn punktgenau ein: er schafft eine unübertroffene sakrale Stimmung zu Beginn, bindet liturgisch-melodischer Formeln ein und misst dem Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“, die Hauptrolle zu, die sein Credo in hymnischen Zügen feiert. Als zweites Hauptwerk erklingt an diesem Abend das Violinkonzert in A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Solistin ist Hanlin Liang.

Johann Sebastian Bach: Messe in h-Moll

Mit der Aufführung der H-Moll Messe von Johann Sebastian Bach am 29. Oktober 2017 hören wir Bachs Credo, das er in seiner letzten Lebensphase zusammen fasste. Kompositorisch ist jede einzelne Note in diesem Gesamtwerk wohl gesetzt, überlegt, hat ihren eigenen Platz und ihre Bedeutung bekommen. Jeder einzelne Zusammenhang theologischer und kompositorischer Art fußt auf den Erfahrungen eines zeitlosen musikalischen Genies. Bei der näheren Beschäftigung mit diesem Werk, entdeckt man überall Bachs Antworten auf die Frage „Was glaubst Du?“ und man lässt sich begeistert dazu hinreissen, Bachs Antworten zu folgen, weil sie klug und schlüssig sind und so atemberaubend schön klingen.
Bei der Auswahl der einzelnen Sätze wählt Bach eines seiner frühen Stücke als Grundstein aus, der symbolträchtiger nicht sein könnte: das „Sanctus“. Es ist ein großartiges Abbild der damals allgemein bekannten und seit dem 4. Jahrhundert verbreiteten „Engelsordnungen“, die in verschiedenen Hierarchien dafür Sorge tragen, dass der Kontakt des Menschen zu seinem Gott gut geregelt ist und ungestört verlaufen kann. Welch großartige Grundidee, die der junge Bach in kompositorisch ausgefeilter Form dort in Klang umsetzt! Musik als Abbild des Himmlischen wird uns auch in der Einführungsveranstaltung zur H-Moll Messe am Sonntag, 29. Oktober, um 11.30 Uhr in der Stadtkirche beschäftigen.

Anmeldung zur Konfirmation 2018

für die Michaelsgemeinde, die Stadtkirchengemeinde und die Altstadtgemeinde

Alle Mädchen und Jungen, die bis zum 30.06.2017 14 Jahre alt sind, können zum Konfirmandenunterricht angemeldet werden.

Der Anmeldetermin ist in der Stadtkirche (Werktagskirche) am Mittwoch, dem 26. April, von 17.30-19 Uhr.

Bitte zur Anmeldung die Taufurkunde und falls vorhanden das Familienstammbuch mitbringen.

Die Konfirmation 2018 findet am 29. April statt.

Letzter Sonntag nach dem Epiphaniasfest. Predigt über 2. Mose 3,1-10 von Pfarrer Hans Gölz-Eisinger

Liebe Gemeinde, das heutige Wort der Heiligen Schrift stammt aus der großen Geschichte des Mose. Einst waren die Israeliten in Zeiten der Dürre immer wieder nach Ägypten gezogen, um dort Korn zu kaufen. Und da es in Ägypten den großen Fluss Nil und damit reichlich Korn gab, blieben mit dem Jahren etliche Hebräer im Land. Als es dem ägyptischen Pharao zu viele Israeliten wurden, ließ er sie in Lager internieren und verpflichtete sie zu Zwangsarbeit. In diese Sklaverei hinein wurde Mose geboren, wuchs am Hof des Pharao auf und tötete als junger Mann einen der sadistischen Sklaventreiber. Er verließ fluchtartig seine Heimat und fand in der Wüste beim Nomandenstamm Jitros Sicherheit. Er heiratete und half dem Schwiegervater bei dessen Herden. Seinen Sohn nennt er Gershom, was übersetzt bedeutet: „Ich bin ein Fremdling in fremdem Land“. Das Volk Israel indessen seufzt und jammert unter der harten Herrschaft des Pharao. Da wird Gott aktiv. Und das klingt so: Letzter Sonntag nach dem Epiphaniasfest. Predigt über 2. Mose 3,1-10 von Pfarrer Hans Gölz-Eisinger weiterlesen

4. Sonntag nach dem Epiphaniasfest. Predigt über Mt. 14,22-33 von Pfarrer H. Gölz-Eisinger

Predigt über Mt. 14,22-33
Gehalten von Pfr. Hans Gölz-Eisinger in der Sonnenhofgemeinde im Rahmen des Kanzeltauschs

Liebe Gemeinde, heute haben wir es mit einer dramatischen, bewegenden Geschichte zu tun! Wir bekommen Einblick in die Welt der Jünger, und zwar in den überaus spannenden Prozess, wie sie langsam begreifen, wer Jesus ist: nicht irgendein gebildeter, kluger Zimmermann, der wie ein Rabbi auftreten konnte. Sondern viel mehr. 4. Sonntag nach dem Epiphaniasfest. Predigt über Mt. 14,22-33 von Pfarrer H. Gölz-Eisinger weiterlesen

„Elias“ – eine Oper für die Kirche

„Elias“ – eine Oper für die Kirche

In opulenter Besetzung beginnt für die Chöre an der Stadtkirche die musikalische Zusammenarbeit mit unserer neuen Kantorin Heike Hastedt.

Etwa 220 musikalisch Mitwirkende – Oratorienchor, Motettenchor und Jugendkantorei Pforzheim – werden sich
am Samstag 19. November 2016, 19 Uhr
und Sonntag, 20. November 2016, 16 Uhr
zur Aufführung des „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy
auf der großen Empore der Stadtkirche versammeln. „Elias“ – eine Oper für die Kirche weiterlesen